Züricher Altstadt mit der X1D

Nachdem ich endlich mal ein bisschen Zeit unter der Woche gefunden hatte und das Wetter auch mitspielte, stand einer Abend-Session in der Züricher Altstadt mit der Hasselblad X1D nichts mehr im Weg. Die Frage war nur noch welches Objektiv unterstützt mich bei dem Wunsch die optimalste Wirkung bei Betrachter zu erzielen? Naja, …im Moment gibt es da ja nicht wirklich viel Auswahl. Entweder das XCD 45 oder das XCD 90. Architektur ist eigentlich nicht so mein Ding. Ich mag eher Street Portraits. Also mal die Meinung anderer einholen. Das ist nie verkehrt. Letztendlich obliegt die Entscheidung einem selbst, ob man den Rat befolgt. Ich entschied ich für das XCD 90. Warum? Mein Gefühl sagte mir, dass ein Weitwinkel die Szenerie zu sehr verlaufen lässt. Kann man machen, muss man aber nicht. Weitwinkel ist zum Beispiel schick für Frosch – Perspektive quer über den Platz oder Minimalismus auf Augenhöhe.

Also: Meine Hasselblad X1D, das XCD 90 und ein ordentliches Manfrotto – Stativ. Bei der Gelegenheit: Ich mag keine Zoom-Objektive. Warum? Meiner Meinung nach sollte man vorher überlegen, was man fotografieren möchte. Die Bilder werden weniger vergleichbar. Außerdem hat das ein bisschen was von Hilflosigkeit. Wenn man mit der Bildkomposition, die man im View Finder sieht, nicht glücklich ist, dann zoom’ed man sich das Ganze schön. Klappt übrigens in den wenigsten Fällen. Wenn John Free mit seiner Nikon und dem 35mm durch die Straßen von Los Angeles zieht, schaut er die meiste Zeit durch seine Kamera, macht aber in den wenigsten Fällen Fotos. Das was zum Schluss rauskommt ist schon sagenhaft. Außerdem lebt der Typ noch. Große Filmregisseure arbeiten nach demselben Prinzip. Also: Öfter mal sagen, dass das doch nix ist schadet nicht. Im Gegenteil. Es schult das Auge und spart eine Menge Nachbearbeitung.

Ich bin mit der X1D noch im tiefsten Experimentiermodus. Zum Beispiel war ich mir nicht sicher, ob eine Belichtungszeit von vier Minuten und Blende 32 wirklich der Burner ist. Immerhin kann man in der Zeit in Ruhe eine rauchen. Was aber bei Nachaufnahmen sinnvoll ist, besonders wenn man keinen Fernauslöser hat, ist den Selbstauslöser zu nutzen. Ich glaube das gilt nicht nur für Mittelformat wegen der Mikroverwacklungen, sondern allgemein. Man lernt nie aus.

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