Am Ende vom Zürisee

Am Ende vom Zürisee

Man kann nicht immer nur arbeiten. Kann man schon, …schadet aber auf Dauer der Kreativität. Also, was machen? Fotoausrüstung schnappen und ab nach draußen. Die ursprüngliche Idee war Mittwochabend in Istanbul ‘n Döner futtern, paar Fotos machen früh morgens wir zurück ins Büro. Ein Kollege, auch fotobegeistert, war von der Umsetzbarkeit nicht überzeugt und so ist es dann doch Rapperswil geworden.

Die Frage der Ausrüstung war schnell geklärt. Er Weitwinkel-Zoom 10-18mm und ich mit meinem 35er im Gepäck und das 50er auf der M. Dann noch jeder ein kleines Reisestativ und jede Menge Wasser. Nachmittags um vier glühte der Planet. Ich bin durch die Leica-Fotografie zugegen schon etwas klassisch konditioniert, was die Brennweiten angeht; da gibt’s einmal das 35er für Märkte und Trubel, und auf der andern Seite mein geliebtes 75mm für Menschen und Dinge aus der Distanz. Der elektronische View-Finder kommt nur bei Nachtaufnahmen zum Einsatz. Der Rest ist Sehen, Geduld und vor allem Glück. So, nun kommt mein Kollege mit einem Superweitwinkel daher und macht Fotos aus einer kniehohen Perspektive und 10mm Brennweite. Ich hab mir die Ergebnisse angeschaut und muss sagen: Respekt! Ich hab die Fotos am Wochenende Nr 2 gezeigt und ratet mal was die gesagt hat? Genau. Respekt! Sehr schöne Perspektiven und alles andere als langweilig. Aber schaut selbst und ratet mal welche Brennweite hinter welchem Foto steckt. Sowohl die Leica-Fotos, wie auch die Canon-Fotos sind hier zu sehen.

Irgendwann packte uns der Hunger und wollten vor der Rückfahrt irgendwas festes zwischen die Zähne. Und wo sind wir gelandet? Rischtisch! Im Istanbul Schnellimbiss. Damit war der Kompromiss perfekt. Der Döner war der Hammer. Das Brot selbst gebacken und die Jogurt-Soße nach eigener Kreation. Ich hab dann gesagt, dass wir auf jeden Fall wieder kommen. Eine Woche später waren wir wieder da. “Eh Ahmet, …hab isch versprochen oda was!?” Die Freude war auf beiden Seiten groß und den Trip zum zweiten Mal zu machen lohnte in jedem Fall.

Übrigens, die Rückfahrt hat genauso lange gedauert, wie der Flug Zürich – Istanbul. Nur mit dem Unterschied, dass wir jetzt wissen wo Tina Turner wohnt. Der nächste Bericht kommt aus Istanbul 😉

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