Punta Cana – Lagerurlaub

…naja, so schlimm war’s jetzt nicht. Immerhin gab’s All Inclusive und eine Menge Strand. Das war’s dann auch schon. Ich hatte mal die Karibische Ecke gewählt. Immerhin solltes es ein Überraschungsurlaub für Nr 2 sein. Falsifikationsprinzip: Asien auf dem Boot, Grönland mit Schneehunden und Eishotel in Lappland fielen weg. Bei maximal vertretbarer Flugzeit und höchstmögliche Temperatur  blieben die Dominikanische Republik übrig. Um es kurz zu machen: Im Resort gab es “All-you-can-eat-and-drink-what-and-whenever-you-want” und Free WiFi (das war okay) und draussen vor der Tür gab’s nur Dritte Welt. Wir hatten einen Tagestour mit den Jeep und was man links und rechts sah war nicht wirklich schön. Aber warum jetzt “Lagerurlaub”? Am zweiten Tag viel mir die Decke auf den Kopf und ich wollte mit meiner Hasselblad endlich Land und Leute erkunden. Frage an der Rezeption ergab, dass es nur eine ganztägige Taxi-Tour mit acht verschiedenen Shopping-Centern gab. Für schlappe 140.- Dollar. Da war die umliegende Bevölkerung auf den Sychellen wesentlich besser integriert. Da wurde von der Hotelleitung empfohlen, dass man doch bitte Getränke und Snacks aus der näheren Umgebung beziehen sollten. Das fand ich gut.

Also was macht man, wenn man nicht raus kommt, eine Hasselblad X1D, drei frisch aufgeladene Akkus und sowohl das XCD45 und das XCD90 dabei hat? Genau, …man versucht sich mal in Landschaften – Strand, Wolken, Regen und noch mal Strand. Das war so supiii. Nun gibt es von den XCD – Objektiven noch kein ordentliches Tele. Da hab ich mich gefragt, wie es um die maximal verträgliche Ausschnittsvergrößerung bei einem 50MP – Mittelformat – Sensor steht? Und das war schon ganz cool, was da mittels Lightroom gemacht werden konnte. Hier eine kleine Kostprobe:

Mit der Frage im Hintergrund “Wie weit kann man seine Fots croppen, ohne das Klotzgrafik ala C64 entsteht?” war die Kite-Surferin mit dem Hintergrund definitiv das Highlight:

Was die Nachbearbeitung von Fotos angeht bin ich kein Profi und versuche auch so wenig wie möglich Zeit am PC zu verbringen. Das hier hat aber Spaß gemacht.

Fazit: Mit einer Mittelformat – Kamera zu fotografieren ist ein bisschen wie Rolls Royce fahren: Gut zu wissen, dass man genug Raum für Dynamik und Individualität hat.

Übrigens: Einer meiner Lieblingsfotografen, Herbert Piel, ist derzeit im Sudan unterwegs. Wenn ich zwischen “All Inclusive” und Sudan wählen könnte, würde ich selbstverständlich “All Inclusive” nehmen. Ist ja immerhin die Überraschungsreise für Nr 2. Aber fragt mich mal ‘ne Woche später 😉

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