Workshop mit Eric Kim – Conquer your fears

Als mein Kumpel Klaus erzählte, dass Eric Kim nach Berlin kommt und einen zweitägigen Workshop veranstaltet, hab’ ich ohne zu fragen gebucht. Irgendwann stellte sich dann doch die Frage: Um was geht’s da eigentlich? . “Conquer your fears“! Salopp ausgedückt: Geht auf die Strasse. Frag’ die Leute, ob du von ihnen Fotos machen darfst. Fang dir Nein’s ein. Sei nicht traurig und mach weiter. Wer mich kennt, würde eher sage: “Harald? Dort? Der ist alles andere als scheu und introvertiert!”. Stimmt! Na und! Man kann nicht nicht lernen.

Eric’s Vorschlag am ersten Tag auf den Alexanderplatz zu gehen war jetzt nicht gerade der Burner für mich. Ich meinte zu ihm, interessanter wäre der Hackesche Markt. Antwort: “Okay Harold, …you are the leader”. Unabhängig vom Workshop, der Hackesche Markt mit den Höfen zusammen sind immer ein Besuch wert. Alle waren im Nachhinein sehr angetan von der Idee. Nach all den Stunden in der Kälte war dann auch der Abschlusskaffee im Hackeschen Hof eine echte Erholung. Ausserdem ist so etwas immer eine exzellente Gelegenheit die anderen Teilnehmer kennenzulernen.

Ein paar Worte zu Eric: Ich mache Street Photography seit 2011 sehr intensiv, …wenn ich Zeit habe. Meine Erwartungshaltung gegenüber dem Kurs war: Ich hatte keine und war offen für alle! Wie gesagt: Man kann nicht nicht lernen. Mich hat in erster Linie der Mensch Eric Kim interessiert. Wie ist der so? Ist er wirklich so depressiv wie seine Blog-Beiträg durchschimmern lassen? Vielleicht arrogant? Die Kurzfassung: Ich habe selten so einen warmherzigen und konzentierten Typen kennengelernt. Es gab während des Workshops jede Menge zu lachen, ohne aus dem Thema zu gehen. Ich habe ihn gefragt, woher das kommt: Die Tendenz zur Depression in den Blog-Beiträgen und dann, auf der anderen Seite, dieses warme und offenzerzigen Umarmungen und Shake-Hands? Eric’s Antwort: “Wenn ich nicht fotografiere, fühle ich mich schlecht und das spiegelt sich in meinem Blog wieder.” Kann ich verstehen.

Übrigens, die Gruppe war phänomenal bunt gemicht aus allen Teilen Europas und sogar den USA angereist. Wenn Meinungen ausgetauscht wurden, dann sehr respektvoll und nie abwertend. Das ganze nennt man übrigens gewaltfreie Kommunikation. Am Ende des Workshops waren wir alle keine Fotografen mehr, sondern “Visual Artists”. Gemäss Nietzsche ist alles Sehen perspektivisch. Es gibt immer verschiedene Blickwinkel und Wahrnehmungen. Dementsprechend manipuliert der Fotograf auch seine Betrachter, in dem er aus seiner Sicht die Geschichte erzählt. Um mit NLP abzuschliessen: “Man kann nicht nicht manipulieren”. Dann ist die Bezeichnung “Visual Artist” treffener als Fotograf (Lichtzeichner).

…der Kurs war super und wird definitiv nicht der letzte sein.

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